Wohngipfel: Rheinland-Pfalz soll es besser machen als der Bund!

Landesregierung sollte private Einzeleigentümer in den Fokus ihrer Wohnungspolitik stellen

Mit dem heutigen Wohngipfel hat die Bundesregierung nach Auffassung des Eigentümerverbandes Haus & Grund Rheinland-Pfalz eine wichtige Chance für die Schaffung bezahlbaren Wohnraums ungenutzt gelassen. „Getrieben von der SPD macht der Bund Wohnungspolitik auf dem Rücken der privaten Kleinvermieter. Mit der Verschärfung der Mietpreisbremse und der Aushöhlung der Mietspiegel werden vor allem die privaten Vermieter bestraft“, kommentierte Haus & Grund Verbandsdirektor Ralf Schönfeld den Wohngipfel.

Während die Politik jahrelang keine erkennbare Wohnungsbaupolitik betrieben habe, kämen die privaten Eigentümer jeden Tag ihrer sozialen Verantwortung nach. Sie böten bezahlbaren Wohnraum und verzichteten – anders als große Wohnungsunternehmen – oft auf mögliche Mieterhöhungen in bestehenden Mietverhältnissen.

Der Verbandsdirektor appellierte an die Landesregierung in Rheinland-Pfalz, sich dem bundespolitischen Trend entgegen zu stellen und die privaten Eigentümer nicht weiter als Ursache der schwierigen Wohnungsmarktlage zu betrachten, sondern als wesentlichen Teil ihrer Lösung noch stärker mit ins Boot zu holen: „Die Situation wird sich nicht verbessern, wenn Vermieter weiter stets als raffgierige Abzocker verunglimpft werden. Und der Staat wird es allein niemals schaffen, hinreichend guten Wohnraum zur Verfügung zu stellen“, betonte Verbandsdirektor Schönfeld.

Die Zahlen für Rheinland-Pfalz belegen, dass Privatpersonen mit Abstand die wichtigsten Wohnungsanbieter sind. Privatpersonen und WEG-Gemeinschaften stehen für 91,9% des Wohnungsbestandes in Rheinland-Pfalz. Für ein Flächenland wie Rheinland-Pfalz sind die Haus & Grund Mitglieder daher die zentrale Säule des Wohnungsmarkts.

Hinzu kommt die hohe Eigentumsquote von 58%, die belegt, dass Rheinland-Pfalz kein „Mieter-“ sondern ein „Eigentümerland“ ist. Die privaten Vermieter sind ein zentraler Stabilitätsfaktor für den Wohnungsmarkt. Daher darf es keine weiteren Gängelungen des privaten Eigentums geben.

Für die komplexen Probleme der Wohnungspolitik nur eine Lösung zu nennen, wäre dabei unseriös. Der ländliche Raum braucht Unterstützung, muss besser erreichbar sein. Um das Angebot auf dem Wohnungsmarkt zu vergrößern und für mehr bezahlbaren Wohnraum zu sorgen, müssen private Investitionen wieder attraktiver werden. Beispielhaft nannte Schönfeld den Dachgeschossausbau. Dieser böte enormes Potenzial genau dort, wo Wohnraum dringend benötigt werde: in den Ballungszentren.

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