Urlaubszeit ist Einbruchzeit: Vermeiden Sie offensichtliche „Einladungen“ für ungebetene Gäste!

Tipps von Haus & Grund Rheinland-Pfalz

Heute beginnen die Schulferien in Rheinland-Pfalz. Leider nutzen Einbrecher ausgerechnet die erholsamen Tage gezielt, um ihrem finsteren Handwerk nachzugehen. „Und viele Urlauber machen es den ungebetenen Gästen leider oft viel zu einfach, weil sie deutliche Hinweise auf ihre Abwesenheit hinterlassen“, betont Rechtsanwalt Ralf Schönfeld, Verbandsdirektor von Haus & Grund Rheinland-Pfalz. Er gibt drei ebenso einfache wie wertvolle Tipps, worauf Sie achten sollten, um es Langfingern nicht zu leicht zu machen.

  1. Gut vernetzt für besseren Einbruchschutz

    Haus & Grund Rheinland-Pfalz arbeitet beim Thema Einbruchschutz eng mit Fachleuten der Polizei vor Ort, dem Landeskriminalamt und dem Innenministerium zusammen. Durch Verbandsdirektor Ralf Schönfeld ist der Eigentümerverband auch im Vorstand des Landespräventionsrats vertreten.

    Hinterlassen Sie keine Hinweise!
    Am einfachsten haben es Einbrecher, wenn sie direkt sehen, dass die Bewohner eines Hauses oder einer Wohnung längere Zeit nicht zu Hause sind. Viel zu deutliche Anzeichen dafür sind beispielsweise überquellende Briefkästen, Zettel für den Postboten oder Anrufbeantworter-Ansagen mit Hinweisen auf den Urlaub. „Oft vergessen werden auch die sozialen Medien. Dabei suchen sich inzwischen viele Täter dort gezielt lohnende Ziele für ihre Einbruchstouren aus“, warnt Schönfeld. Wer sich schon nicht verkneifen kann, bei Facebook, Instagram & Co. Urlaubsbilder, Strandvideos oder Restaurant-Empfehlungen aus der Ferne zu posten, sollte zumindest darauf achten, dass diese Nachrichten nicht öffentlich zu sehen sind. Wichtig: Daran sollten sich auch Ihre Kinder halten. Viel sicherer ist es, solche Urlaubsandenken erst nach der Rückkehr zu veröffentlichen.
  2. Täuschen Sie Anwesenheit vor!
    Ebenso eindeutige Zeichen für Ganoven sind dauerhaft geschlossene Fensterläden oder über mehrere Abende hinweg dunkle Häuser. Eine echte Hilfe können hier Nachbarn sein, die regelmäßig die Rollläden hochziehen oder abends das Licht anschalten. Hier zeigen zudem elektronische Helfer ihren Nutzen: Wer ein gut vernetztes Zuhause hat, kann Fernseher, Licht oder Rollläden aus der Ferne steuern. Alternativ tut schon eine Steuerung per Zeitschalt-Uhr ganz gute Dienste. Nicht zu empfehlen: gründliches Aufräumen vor der Abreise. „Lassen Sie ruhig einen Ball im Garten liegen oder Kaffeetasse und Zeitung auf dem Tisch. Das sieht dann so aus, als kämen Sie gleich wieder“, rät Rechtsanwalt Schönfeld.
  3. Bitten Sie Nachbarn um Hilfe!
    Viele gute Nachbarn sind nicht nur bereit, regelmäßig den Briefkasten zu leeren, die Blumen zu gießen oder die Rollläden hochzuziehen. Höflich gebeten, schauen sie auch gerne öfter mal nach dem Rechten und haben generell ein Auge auf Ihr Grundstück. Dringend empfohlen: den Schlüssel persönlich überreichen – und ihn nicht etwa unter der Fußmatte oder im Blumentopf verstecken. „Einbrecher kennen solche Verstecke natürlich nur zu gut“, warnt der Verbandsdirektor von Haus & Grund Rheinland-Pfalz.

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