Damit Sie nicht kalt erwischt werden: Machen Sie Ihr Haus jetzt winterfest

Worauf Sie nun achten sollten, damit das Eigenheim gut gewappnet ist für die kalte Zeit des Jahres

Symbolbild Wintercheck: Schneebedecktes DachFoto: sttf / AdobeStock

Der November war bislang überraschend mild. Aber die kalte und dunkle Zeit des Jahres bringt unweigerlich auch stürmische Wintertage und Temperaturen unter dem Gefrierpunkt mit sich. Diese sind nicht nur für uns Menschen eine Belastung, sondern auch für unser Zuhause. „Deshalb ist es jetzt höchste Zeit, das Haus und das Grundstück gründlich zu überprüfen und winterfest zu machen“, betont Rechtsanwalt Ralf Schönfeld, Verbandsdirektor von Haus & Grund Rheinland-Pfalz.

Das sind die wichtigsten Punkte, auf die Immobilieneigentümer jetzt achten sollten:

Bei Schäden stets einen Fachmann einschalten:

Gründlich überprüfen können (und sollten) Eigentümer ihre Immobilie zwar auch selbst regelmäßig. Es kann sich aber durchaus lohnen, einen Experten mit der Kontrolle zu beauftragen. Denn seinem fachmännischen Blick fallen auch Probleme auf, die Laien entgehen können. Spätestens wenn Schäden entdeckt werden, sollten keine Kompromisse mehr eingegangen und es sollte ein Fachbetrieb beauftragt werden.

Das kostet zwar etwas Geld, das aber in der Regel gut investiert ist. „Kleinigkeiten wie ein Riss in der Fassade lassen sich meist kostengünstig in Ordnung bringen. Wer sich jedoch nicht darum kümmert, zahlt am Ende fast immer drauf. Denn scheinbar winzige Probleme können sich schnell zu einem erheblichen Schaden auswachsen“, weiß Schönfeld.

Dach und Fassade gründlich überprüfen (lassen):

Frost beispielsweise wird vor allem dann zum Problem, wenn vorher Wasser durch Risse eindringen konnte. Deshalb sollte die Fassade gründlich in Augenschein genommen werden. Auch das Dach muss dicht sein. Prüfen Sie daher (oder lassen Sie prüfen), ob die Ziegel vollständig und in Ordnung sind.

Bei nicht ausgebauten Dachböden lohnt es sich, bei Regen einmal von innen zu schauen, ob es irgendwo tropft. Fallrohre und Regenrinnen sollten nicht nur unbeschädigt und dicht sein (im Zweifel mit einer Gießkanne oder dem Gartenschlauch testen), sondern auch frei von Laub und Schmutz.

Den Garten und das Grundstück nicht vergessen:

Wasser in Leitungen bzw. Schläuchen im Garten oder in ungeheizten, schlecht gedämmten Kellerräumen kann bei Minusgeraden gefrieren. Dann bersten schnell die Leitungen und der Schaden ist groß.

Verbandsdirektor Schönfeld rät Eigentümern darum dringend, die betroffene Leitung abzustellen und das Ventil geöffnet zu lassen (damit mögliches Restwasser ablaufen kann). Auch Regentonnen sollten entleert und umgedreht werden (damit sie sich nicht bei Regen erneut füllen).

Siedeln Sie zudem Pflanzen und Blumentöpfe, die nicht frostfest sind, rechtzeitig in ein geschütztes Winterquartier um. Garten- und Terrassenmöbel bleiben länger heil und schön, wenn sie im Winter untergestellt oder zumindest abgedeckt werden.

Für mehr Sicherheit sorgt gerade jetzt in der dunklen Zeit des Jahres eine ausreichende Beleuchtung des Eingangs und der wichtigsten Wege auf dem Grundstück.

Für eine gut funktionierende Heizung sorgen:

Nur wenig ist im Winter ärgerlicher als eine nicht oder nur schlecht funktionierende Heizung – vor allem dann, wenn sie an richtig kalten Tagen wirklich benötigt wird. Wo die Heizung noch nicht (voll) in Betrieb ist, sollte jetzt unbedingt sichergestellt werden, dass alle Heizkörper wie gewünscht Wärme spenden. Häufig lässt sich schon mit einfachen Maßnahmen wie dem Entlüften der Heizkörper oder einem hydraulischen Abgleich eine deutliche Verbesserung erzielen.

Jetzt schnell den Winterdienst vorbereiten:

Jedes Jahr aufs Neue sorgen der erste Schnee und Frost für viel Aufregung und Hektik in den Geschäften. Dann beginnt – meist viel zu spät – der große Ansturm auf Streumittel und Schneeschaufeln.

Kümmern Sie sich deshalb jetzt schleunigst darum (wenn Sie das nicht längst getan haben) – damit Sie nicht riskieren, Ihren Verkehrssicherungspflichten nicht nachkommen zu können. „Ausverkauftes Streumittel schützt Sie natürlich überhaupt nicht vor einer Schadenersatzforderung, wenn ein Passant auf einem nicht geräumten Weg stürzt und sich verletzt“, warnt Verbandsdirektor Schönfeld.

Merkblatt zur Schneeräum- und Streupflicht:

Eigentümer müssen in fast allen Städten und Gemeinden im Winter den Gehweg vor ihrer Immobilie streuen und von Schnee befreien. Was es dabei zu beachten gilt und unter welchen Umständen Vermieter diese Pflicht an ihre Mieter weitergeben können, fasst das Merkblatt „Schneeräum- und Streupflicht“ zusammen.

Im Onlineshop von Haus & Grund Rheinland-Pfalz erhalten Sie eine große Auswahl an Dossiers und Merkblättern zu zahlreichen wichtigen Themen rund um die eigene Immobilie – und natürlich auch die Freischaltcodes für die beliebten Online-Mietverträge des Landesverbands.

 

Dieser Artikel stammt aus dem digitalen Info-Service von Haus & Grund Rheinland-Pfalz (Ausgabe November 2020 vom 12. November 2020). Melden Sie sich jetzt an für diesen kostenlosen Service des Landesverbands:

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