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Fürstenhaus und bunte Falter

Schloss SaynErst im Jahr 2000 wurde das völlig zerstörte Schloss Sayn restauriert. Seitdem können sich Besucher dort fürstlich vergnügen – bei einer Führung durch die herrschaftlichen Salons, im Rheinischen Eisenkunstguss-Museum oder auf der höher gelegenen Burg Sayn mit Blick über die Rheinebene. Exotischer geht´s im Schmetterlingsgarten zu.

Von Anika Lautz

Erst mittelalterliches Burghaus, dann barockes Herrenhaus und schließlich Märchenschloss im neugotischen Stil – Schloss Sayn in Bendorf hat schon den späteren Kaiser Wilhelm verzückt. Wo einst die schöne Fürstin Leonilla (übrigens die älteste Hocharistokratin der Welt) lebte, fühlt sich heute so mancher Gast in die Rolle eines fürstlichen Familienmitglieds versetzt.
Neben der Europäischen Wirtschaftsakademie befindet sich im Ostflügel des Schlosses auch das Rheinische Eisenkunstguss-Museum. Die Sonderausstellung „Glanz im Schloss – Eisenkunstguss zwischen Donau und Ural” zeigt Eisenfeinguss-Objekte aus den bekanntesten Gießereien der Region. Und: Wer sich schon immer gefragt hat, wie ein Hüttenarbeiter wohl gelebt hat und wie die Arbeitsabläufe in der Werkstatt eines Formers und Gießers aussahen, findet hier Antworten.

 

Historische Atmosphäre genießen und exotischen Tieren begegnen
Exotischer geht es im Schmetterlingspark des Schlossgartens zu. In zwei großen Glaspavillons eröffnet sich dem Besucher eine ganz andere Welt – die der exotischen Pflanzen, Tag- und Nachtfalter. Im artgerechten Lebensraum, zwischen tropischen und subtropischen Pflanzen und Wasserfällen, lassen sich im Schmetterlingshaus unter anderem der 25 Zentimeter große Atlas-Spinner aus China, der afrikanische Schein-Schwalbenschwanz und der blaue Morpho aus Brasilien entdecken. Eine extra eingerichtete Futterstelle erleichtert den Besuchern das Beobachten der Insekten. Auf so manch ausgestreckter Hand hat sich schon ein farbenfroher Falter niedergelassen Aber auch Zwergwachteln, Schildkröten, Zebrafinken, Koi-Karpfen und ein Leguan sind hier zu Hause.Im zweiten Pavillon, dem Nachtfalter- und Raupenhaus, lässt sich der Attacus atlas bewundern: Der größte Nachtfalter der Erde hat eine Flügelspannweite von bis zu 30 Zentimetern. Und wer aufmerksam die Entwicklungsstufen der Falter studiert, wird am Ende mit etwas Glück vielleicht sogar Zeuge einer Schmetterlingsgeburt.
Folgt man vom Schlosspark aus einem kurzen Fußweg auf den Kehrberg, kann man im Innenhof von Burg Sayn die Ausflüge in die Welten der Fürsten und der Falter bei einem Glas Wein Revue passieren lassen – mit Blick über die Rheinebene bis hinüber zu den Vulkanbergen der Eifel.

Infos:

 

Öffnungszeiten: Burg Sayn ist täglich außer montags bis Sonnenuntergang frei zugänglich. Schloss, Museum und Schmetterlingsgarten sind täglich von 9 bis 18 Uhr geöffnet. Wer an Führungen teilnehmen oder die Salons im Schloss besuchen will, muss sich in der Touristinformation der Stadt Bendorf anmelden: Tel. 02622 / 902 913 oder touristinfo.sayn@bendorf.de

 

Eintrittspreise: Im Schmetterlingsgarten zahlen Erwachsene 7,50 Euro und Kinder 5 Euro. Der Eintrittspreis für Schloss und Museum beträgt während der Sonderausstellung für Erwachsene 4,50 Euro und für Kinder 3,50 Euro.
Mit einer Kombikarte für Schmetterlingsgarten, Schloss und Museum erhalten Erwachsene für 9 Euro und Kinder für 6,50 Euro Eintritt. Mit einer BUGA-Eintrittskarte reduziert sich der Eintrittspreis um jeweils einen Euro, vorausgesetzt man kauft die Kombikarte im Schmetterlingsgarten. Weitere Infos auf: www.sayn.de

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